Briefmarken
sammeln

Sammler des Monats

Die Sammelleidenschaft ist fast so alt wie der Mensch selbst. Früher diente sie dem Kampf ums Überleben und heutzutage ist das Sammeln eine Möglichkeit, der Hektik des Alltags zu entfliehen. Es scheint, als existierten so viele Sammelthemen wie es Menschen gibt: von Münzen und Mineralien, über Briefmarken und Postkarten bis hin zu Kronkorken und Bierdeckel. Und so unterschiedlich die Sammelthemen auch sind, so teilen sie alle die gleiche Leidenschaft. Um diese Leidenschaft zu würdigen, möchten wir Ihnen monatlich eine neue Sammlerin oder einen neuen Sammler und Ihre besondere Sammlung vorstellen. 


Sammler des Monats November:
Sven Stabroth - Schokoladenpapier

Beginn der Sammlung: 1987

Erstes Sammelobjekt: Kinder-Schokolade Harlekin (tsw - VEB Thüringer Schokoladenwerke Saalfeld)

Wie sind Sie zu dieser Sammlung gekommen?
Die Sammlung ist Papier um Papier gewachsen. Viele haben zur Sammlung beigetragen. Es wäre eine sehr lange Liste wollte man alle nennen: die Familie und Freunde, Kollegen, Kommilitonen, ehemalige Mitschüler und natürlich andere Sammler. Im Laufe der Jahre konnte ich zudem mehrere Sammlungen erwerben und dadurch den Bestand durch seltene Exemplare erweitern und bereichern.

Wie viele Objekte umfasst Ihre Sammlung?
Mehr als 23000 verschiedene Schokoladenpapiere

Welches ist Ihr bedeutendstes Sammelobjekt?
Das ist keine triviale Frage. Mir sind alle Papiere der Sammlung wichtig. Jedes hat seine ganz eigene Bedeutung und Geschichte. Das Alter, der Hersteller, das Herkunftsland, ein besonderes Motiv oder eine ausgefallene Geschmacksrichtung wären Kriterien, wie man dennoch eine Antwort auf die Frage finden könnte. Ich nehme einmal das Alter. Eines der ältesten Papiere aus etwa der Zeit der Weimarer Republik von Mattke & Sydow. Die Kakao-, Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik wurde im Jahre 1894 in Görlitz gegründet.

Was zeichnet Ihre Sammlung aus?
Schokoladenverpackungen gibt es in unterschiedlichen Größen, aus verschiedenen Materialien, in vielfältigen Formaten und Ausformungen. Die in meiner Sammlung zusammengetragenen Verpackungen stammen alle von 100g-Schokoladentafeln. Die Schokoladentafeln haben eine rechteckige, keine quadratische Form und Papier ist in der Regel das Verpackungsmaterial. Ich nenne es gern das „klassische Format“ für Schokoladentafeln. Dieses Format hat zumeist europäischen Ursprung, so dass der Großteil der Schokoladenpapiere aus Europa stammt.

Wie sehen Ihre zukünftigen Ziele aus?
Eine solche Sammlung ist nie vollständig. Es heißt also auch in Zukunft weiter sammeln. Allerdings kuriere ich seit mehr als 10 Jahren Ausstellungen mit Schokoladenpapieren zu ganz unterschiedlichen Themen, z.B. Fairtrade-Siegel, Märchen, Stadtansichten usw. Dieses Jahr plane ich Ausstellungen zum Thema Puppen und Weihnachtsmotive. Gern würde ich künftig eine Stiftung für die Sammlung haben, um damit wissenschaftliche Projekte zum Verpackungsdesign zu fördern oder Seminare (z.B. zu Güte-, Bio od. Fairtrade-Siegeln auf Schokoladenverpackungen) und die Sammlung damit abzusichern. Aber auch das Schreiben einer Firmenfestschrift oder -geschichte für einen Schokoladenhersteller kann ich mir gut vorstellen.

Um mehr über dieses spannende Sammelgebiet zu erfahren, besuchen Sie Herrn Stabroths Internetseite: www.schokoladenpapier.de

Schokoladenpapier