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Jagd auf alle 24 Gedenkprägungen:

Ganz Europa ist im Erasmus-Fieber


Am 1. Juli 2022 war es endlich soweit: Die fünfte Gemeinschaftsausgabe der Zwei-Euro-Gedenkmünzen wurde in insgesamt 19 Mitgliedsstaaten des gemeinsamen Währungsraumes ausgegeben. Und seitdem haben Sammler in ganz Europa nur ein Ziel – alle Erasmus-Prägungen von „B“ wie „Belgien“ bis „Z“ wie Zypern zu ergattern. Inzwischen füllen sich auch die Lagerbestände der Versandhändler in Deutschland und Europa – dem Vernehmen nach war die Internationale Sommermesse in Berlin am 15. und 16. Juli ein Dreh- und Angelpunkt für viele Händler aus den europäischen Ländern, um Rollen zu tauschen und möglichst viele Länder ins Sortiment zu bekommen.

Erfreuliche Preisentwicklung für Sammler

Die bisherige Preisentwicklung der Erasmus-Münzen ist aus Sammlersicht erfreulich: Die meisten der insgesamt 24 nationalen Ausgaben (insgesamt 19 Länder nehmen an der Gemeinschaftsausgabe teil, Deutschland schickt wie immer fünf verschiedene Prägestätten ins Rennen) werden mit einem geringen Aufschlag auf den Nennwert ausgegeben. Zwischen drei und fünf Euro kosten derzeit die Erasmus-Ausgaben aus Estland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien und Zypern.

Etwas tiefer in die Tasche greifen müssen Sammler für die Erasmus-Münzen aus Finnland und Luxemburg, diese zwei gesuchten Länder sind aktuell zu Preisen bis zu zehn Euro pro Münze zu haben - die finnischen Münzen sind offenbar wie auch in den Vorjahren vergleichsweise schwer zu beschaffen, obwohl ihre Auflage von 400.000 Stück auf einem ähnlichen Niveau wie andere Erasmus-Münzen, beispielsweise aus Zypern, Lettland und Litauen liegen. Die belgischen Erasmus-Münzen kosten rund 15 Euro, da sie ausschließlich in Coincards verkauft werden.

Luxemburg korrigiert Auflage mehrfach nach unten

Ein besonderes Preisentwicklungs-Potenzial hat die Zwei-Euro-Umlaufgedenkmünze zu Ehren des Erasmus-Programmes aus Luxemburg - denn die Prägemenge wurde gleich mehrfach nach unten korrigiert. Während ursprünglich eine Auflage von 500.000 Stück angesetzt war, hat die Banque Centrale du Luxemburg in ihrem Jahresprogramm eine Auflage von maximal 250.000 Stück veröffentlicht. Die tatsächliche Auflage liegt abermals darunter, wie Leuchtturm bei der BCL erfuhr: „Da die Prägeauflage von 160.000 Münzen in Umlaufqualität für luxemburgische Münzen sehr niedrig ist, ist die Nachfrage nach dieser Münze sehr hoch, sogar etwas höher als bei den beiden nationalen Ausgaben“, heißt es dort auf Nachfrage der Leuchtturm-Redaktion. Eine numismatische Randnotiz: Im oberen Bereich der luxemburgischen Münze befindet sich ein Latentbild mit dem Signet des luxemburgischen Großherzogs Henri.

Erasmus-Raritäten aus Malta und der Slowakei

Als eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen dürfte sich der Kauf eines Exemplars der Zwei-Euro-Umlaufgedenkmünze aus Malta herausstellen. Geplant ist eine Gesamtauflage von nur 82.500 Stück, davon 20.000 Stück in BU-Qualität in einem Etui. Wie die Leuchtturm-Redaktion bei der maltesischen Zentralbank erfuhr, wurden die Erasmus-Münzen noch nicht ausgegeben - dies soll erst im Laufe des Jahres passieren, dem Vernehmen nach im Oktober 2022: „Es ist vorgesehen, dass ein kleiner Prozentsatz der Münzen im Umlauf sein wird, aber dann wäre es Glückssache, sie zu finden“, erklärt ein Sprecher auf Nachfrage der Eurokatalog-Redaktion von Leuchtturm.

Während die Euro-Schatzsucher auf die Veröffentlichung der Erasmus-Münze aus Malta warten, hat sich ein Geheimtipp unter den Sammlerausgaben in „Polierte Platte“ zu einer gesuchten Rarität entwickelt: Die Erasmus-Prägung aus der Slowakei in „Polierte Platte“ ist von einem Erstausgabepreis von 39 Euro auf über 300 Euro gestiegen. Die Münze konnte erst nach einer Reservierung bei der Zentralbank bestellt werden, die Auflage war mit nur 5.000 Stück äußerst knapp bemessen.

Unterdessen geht die Jagd nach weiteren Erasmus-Raritäten weiter. Ein Kandidat: Die PP-Ausgabe aus Slowenien. Es wurden insgesamt eine Million Münzen geprägt, davon 2.500 in Proof-Qualität, verpackt in einer Plastikkapsel. „Wir verzeichnen eine höhere Nachfrage von ausländischen Kunden“, erklärt ein Sprecher der Bank of Slovenia auf Nachfrage der Leuchtturm-Redaktion. Bei den offiziellen Verkaufspartnern in Slowenien sind noch einige Proof-Münzen erhältlich und auch bei den regulären Zwei-Euro-Münzen gibt es noch genügend Münzen zu kaufen.

Auffälligkeiten bei den Münzausgaben

Nachdem inzwischen mit Ausnahme von Malta alle Zwei-Euro-Prägungen zum 35. Jahrestag des Erasmus-Programmes in den Verkauf oder Umlauf gekommen sind, lassen sich bereits jetzt einige Auffälligkeiten festhalten. So haben Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, die Niederlande und Finnland in der Mitte der Münzen ein Länderkürzel platziert. Auf allen anderen Münzen ist das Herkunftsland am unteren Rand des Münzmotivs platziert und ausgeschrieben. Irland will, wie die Nationalbank mitteilt, alle Münzen direkt in den Umlauf bringen - es wird also wohl keine Rollen oder Säcke geben, ebensowenig wie offizielle Sammlerprodukte.



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