Briefmarken
sammeln

Aus der Redaktion

Liebe Sammlerfreunde,

in unserer neu geschaffenen Rubrik Aus der Redaktion möchten wir Sie ab sofort regelmäßig mit interessanten Neuigkeiten und spannenden Informationen rund ums Thema Sammeln informieren!

Unser Tipp, um keinen Artikel mehr zu verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!


Hier geht es zu den Artikeln:

Bullion-Klassiker: Wie der Wiener Philharmoniker die Münzenwelt eroberte
Kaufberatung: Anlagemünzen mit Sammlerwert
Versicherung von Münzen: Keine Kompromisse beim Schutz Ihrer Schätze
Krügerrand: Der Goldstandard seit über 50 Jahren
Deutsches Kaiserreich: Die Mutter aller Sammelgebiete in Deutschland

Numismatik und Corona - wie geht es 2021 weiter?
Gold und Silber im Jahr 2021: Die spannendsten Anlagemünzen der kommenden Monate

 


Bullion-Klassiker: Wie der Wiener Philharmoniker die Münzenwelt eroberte

Wie heißt die erste moderne Anlagemünze Europas? Auf diese Frage werden die meisten Sammler und Anleger womöglich sofort mit dem Begriff "Wiener Philharmoniker" antworten. Doch diese Antwort ist nicht ganz korrekt: Bereits anderthalb Jahrzehnte vor dem ersten Philharmoniker-Jahrgang gab es in Österreich eine Goldmünze, die zu Anlagezwecken geprägt wurde. Der Babenberger war im Jahr 1975 die erste BundesgoldmünzeBabenberger der Republik Österreich und ebnete den Weg für das Edelmetall-Investment in der Alpenrepublik. Doch es dauerte einige Jahre, bis Österreich auf den Goldzug dauerhaft aufgesprungen war und mit dem Wiener Philharmoniker die europäische Antwort auf den Krügerrand erfand.

Die Anfänge
Die Erfolgsgeschichte des Wiener Philharmonikers als Anlagemünze beginnt im Jahr 1989. In diesem Jahr kam es nicht nur auf den gesamten europäischen Kontinent zu einer politischen Wende, für die Münzprägung in Österreich begann ebenfalls eine neue Zeitrechnung. In diesem Jahr wurde das bisherige Hauptmünzamt in Wien von einer staatlichen Behörde in eine privatwirtschaftlich geführte Aktiengesellschaft übertragen. Diese befand sich fortan im Besitz der Österreichischen Nationalbank (OENB). Mit dieser Umwandlung war eine Modernisierung der Produktpalette geplant. Und diese lieferte die neu gegründete "Münze Österreich" in Form der Anlagemünze mit dem Namen "Wiener Philharmoniker".

Die Motivfindung
Dass die Investment-Prägungen aus Österreich zu Ehren des berühmten Konzertorchesters gestaltet wurden, war anfangs nicht absehbar. Andere Motive wie beispielsweise das Kloster Melk sowie eine traditionelle TrachtenhaubeWiener Philharmoniker standen in der Diskussion. Am Ende fiel die Wahl jedoch auf die Wiener Philharmoniker, nicht zuletzt wegen seines exzellenten Rufs in der Musikwelt. Nachdem das Orchester der Namensgebung seinen Segen gegeben hatte, konnte im Jahr 1989 das erste Mal ein Wiener Philharmoniker in Gold geprägt werden.

Die Erfolgsgeschichte des "Phils"
Was danach passierte, ist eine Erfolgsgeschichte, die in der Welt des Goldes ihresgleichen sucht. Gleich viermal wurde der Wiener Philharmoniker in den neunziger Jahren zur meistverkauften Goldmünze der Welt gewählt, die Auflagezahlen explodierten und mit ihnen die Bilanz der Münze Österreich. Der Wiener Philharmoniker entwickelte sich in kürzester Zeit zu einem Verkaufsschlager und wurde zu einem Botschafter für Österreich in der Welt der Münzen. Wo immer auf Münzenbörsen über Österreich gesprochen wurde, war der "Phil" (so der Spitzname der Münze) nicht weit.

Seit 2008 auch in Silber"
Nachdem sich der Gold-Philharmoniker in der Champions League der Edelmetalle etabliert hatte, nahm Mitte der Zweitausender Jahre die Nachfrage nach Silberanlagemünzen massiv zu. Die meisten Prägestätten, die bereits eine Bullionmünze in Gold entwickelt haben, hatten in der Zwischenzeit bereits ein Äquivalent in Silber auf den Markt gebracht. Die Münze Österreich stand also unter Zugzwang. Im Jahr 2008 stellte sie daher eine Silberausgabe des Wiener Philharmonikers mit dem kuriosen Nennwert von 1,50 Euro vor. Bereits der erste Jahrgang war mit mehreren Millionen Stück ein Verkaufserfolg und bis heute zählt der Wiener PhilharmonikerWiener Philharmoniker in Silber in Silber zu den beliebtesten Anlagemünzen, auch wenn die Prägung aus Österreich anders als ihre meisten Mitbewerber nicht differenzbesteuert verkauft werden kann.

Gründe für den Erfolg
Für den durchschlagenden Erfolg der Wiener-Philharmoniker-Anlagemünzen gibt es gleich mehrere gute Gründe. So wurde das Motiv durchaus clever gewählt: Die Wiener Philharmoniker galten in der Welt der Klassik seit jeher zu den besten Orchestern und sind auch Klassik-Laien ein Begriff. Eine ähnliche Rolle sollte der Wiener Philharmoniker als Anlagemünze in der Welt der Edelmetalle bekommen. Zudem steht die Münze Österreich wie kaum eine andere Prägestätte in Europa für Qualität und Innovation. Viele neuartige Prägetechniken und Veredelungen haben ihren Ursprung in Österreich, darunter beispielsweise die Münzmetalle "Niob" und "Titan". Und auch beim Wiener Philharmoniker zeigte Österreich, was es in numismatischer Hinsicht kann: Zum 15. Geburtstag der Wiener-Philharmoniker-Anlagemünzen wurde eine XXL-Variante mit einem Gewicht von 1.000 Unzen geprägt - standesgemäß ist dieser Philharmoniker als "Big Phil" bekannt.

VOLTERRA Wiener PhilharmonikerFür Edelmetall-Anleger gibt es im Leuchtturm-Sortiment mehrere Zubehörartikel für den Wiener Philharmoniker, beispielsweise die edle Münzkassette mit 20 Aussparungen für jeweils 1 Wiener Philharmoniker Silbermünze in Kapseln.


Kaufberatung: Anlagemünzen mit Sammlerwert

Gold und Silber haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu beliebten Investment-Alternativen für Privatanleger entwickelt. Mit sogenannten "Bullionmünzen" können Anleger direkt an der Entwicklung der Edelmetallpreise teilhaben. Numismatisch sind diese Münzen von untergeordneter Bedeutung: Die meisten Anlagemünzen haben keinen besonderen Sammlerwert. Ihr Marktpreis orientiert sich an dem aktuellen Weltmarktpreis für Gold oder Silber. Dazu kommt ein kleiner Aufpreis für die Prägekosten sowie Transport und Verpackung. Üblicherweise beträgt dieses Aufgeld jedoch nur wenige Prozent, so dass Anleger mit modernen Investmentmünzen direkt von Steigerungen der Edelmetallpreise profitieren können.

Die wichtigsten Anlagemünzen
Die wichtigste Anlagemünze der Welt ist zweifelsohne der Krügerrand. Seit 1967 wird die Investment-Münze in Gold und seit 2018 auch limitiert in Silber hergestellt. Beliebt sind hierzulande zudem der Maple Leaf aus Kanada, der American Eagle aus den USA sowie das Känguru aus Australien. Die genannten Münzen werden in hoher Millionenauflage hergestellt und haben daher keinen separaten Sammlerwert. Das Gleiche gilt für den Wiener Philharmoniker aus Österreich, der seit 1989 in Gold und seit 2008 in Silber hergestellt wird. Auch hier erfolgt die Preisermittlung nah am aktuellen Metallwert.

Kontinuität beim Design
Wer diese Münzen bereits in sein Edelmetalldepot aufgenommen hat, erkennt eine Gemeinsamkeit dieser Münzen unabhängig von ihrem Herkunftsland: Das Motiv der Münze ändert sich üblicherweise im Verlauf der Jahre nicht - der Krügerrand sieht seit 1967 gleich aus,
der Maple Leaf hat lediglich ein paar zusätzliche Sicherheitsmerkmale erhalten. Gelegentlich werden kleine Änderungen vorgenommen, Maple Leafdie eigentliche Gestaltung bleibt jedoch bestehen. So sparen die Prägestätten die Kosten für eine jährliche Neugestaltung und sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert. Und weil bei Anlagemünzen in erster Linie der Metallgehalt und nicht die Gestaltung für die Käufer wichtig ist, spielt das Motiv für viele Anleger eine untergeordnete Rolle.

Anlagemünzen mit Sammlerwert
In den vergangenen Jahren haben allerdings zahlreiche Münzen, welche eigentlich dem Bullion-Spektrum zugeordnet werden, erstaunliche Wertzuwäsche hingelegt, die mit dem reinen Metallwert nichts mehr zu tun haben. So sind beispielsweise einzelne Motive der australischen Lunar-Serie bei Sammlern sehr stark gefragt und werden zu einem Vielfachen des reinen Metallpreises gehandelt.
KoalaÄhnlich sieht es aus bei den Koala- und Kookaburra-Münzen aus Australien sowie beim Panda aus China. Diese Münzen erhalten jedes Jahr ein neues Motiv und sind streng limitiert. Auch wenn die Nachfrage nach diesen Münzen deutlich größer ist, stoppen die Prägestätten die Produktion, sobald das jährliche Maximum erreicht ist. Die Folge: Der Wert auf dem Sammlermarkt steigt, obwohl es sich bei Koala, Panda und Co. streng genommen auch um Anlagemünzen handelt.

"Premium Bullion"
Für renditeorientierte Sammler sowie Anleger mit einem Faible für das Münzensammeln sind diese Investment-Münzen hochspannend. Sie werden inzwischen von Experten auch als sogenanntes "Premium Bullion" bezeichnet. Hiermit werden Münzen zusammengefasst, die als Anlageprodukte konzipiert wurden, durch ihre Seltenheit oder das attraktive Motiv jedoch auch Sammler ansprechen. Und die Wertsteigerung durch den Liebhaberpreis kann auch aus Renditesicht hochinteressant sein. Denn selbst wenn der Preis für Gold und Silber konstant bleibt oder sogar fällt, können einzelne moderne Schätze im Hinblick auf ihre Wertentwicklung durch die Decke gehen.

Preisentwicklung
Auf der Suche nach der nächsten Überraschung in der Welt der Premium-Bullion-Münzen können sich Sammler und Anleger ganz ohne Sorge umschauen, weil die meisten limitierten Anlagemünzen zuerst nah am aktuellen Metallpreis verkauft werden, wenn sie auf den Markt kommen. Allerdings haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass die Nachfrage nach einzelnen Münzen praktisch über Nacht explodieren kann. Wer frühzeitig seine Bestellung getätigt hat, kann sofort eine stattliche Rendite einstreichen.

Zubehör für Anlagemünzen
Weil bei "Premium Bullion" der Liebhaberpreis von übergeordneter Bedeutung ist, macht es Sinn, numismatisch interessante Anlagemünzen besonders sorgfältig aufzubewahren und mit passendem Zubehör anzureichern.

Bei Leuchtturm sind beispielsweise Münzkassetten für 20 Kookaburra Silberunzen oder 20 Panda Münzen erhältlich. Komplette Sammlungen dieser Serien werden ohnehin deutlich höher gehandelt als die entsprechenden Einzelmünzen - und in ansprechender Verpackung sind Sammler durchaus bereit, einen noch höheren Gesamtpreis zu zahlen. Kassette für PandaSomit ist eine Münzkassette mit thematisch passendem Motiv nicht nur eine Freude für den Sammler und Anleger, sondern auch ein Argument für eine zusätzliche Rendite beim Weiterverkauf.


Versicherung von Münzen: Keine Kompromisse beim Schutz Ihrer Schätze

Die Corona Pandemie hat viele Menschen in finanzielle Schwierigkeiten gebracht, doch zwischen die vielen Hiobsbotschaften mischte sich in den vergangenen Monaten auch eine erfreuliche Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist seit Anfang 2020 zurückgegangen. Dies wird mit den Ausgangsbeschränkungen begründet, denn im vergangenen Jahr haben sich deutlich mehr Menschen in ihren eigenen vier Wänden aufgehalten als vor der Pandemie. Die Folge: Langfinger hatten es schwer, unbeobachtete Objekte ausfindig zu machen.

Diebstähle in der Numismatik
Dennoch kommt es in Deutschland weiterhin alle paar Minuten zu einem Wohnungseinbruch. Und in den einschlägigen Foren und Nachrichtenportalen mit numismatischem Bezug ist immer wieder von spektakulären Diebstählen zu lesen, bei denen Münzsammlungen im Wert von mehreren zehntausend Euro oder mehr abhandenkommen. Der ideelle Wert der Sammlungen ist in vielen Fällen nicht zu beziffern, weil die Sammler jahrzehntelang mit Liebe und Geduld ihre Kollektion aufgebaut haben. Und das Schlimmste: Häufig werden die historischen Sammlerschätze aus Gold und Silber von den Ganoven kurzerhand eingeschmolzen, um ihre Spuren zu verwischen und das Edelmetall schnell zu Geld zu machen. Der Verlust für die Numismatik ist unschätzbar und treibt so manchen leidenschaftlichen Münzenfreund zur Verzweiflung.

Die Hausratversicherung
Um wenigstens die finanziellen Folgen eines Einbruchs abzufedern, sollten sich Sammler und Anleger frühzeitig über die Versicherung ihrer Münzen und Barren vertieft Gedanken machen. Auf den ersten Blick ist die Versicherung von seltenen Sammlerstücken völlig unkompliziert. Münzen zählen zu den Sachwerten und werden üblicherweise von der Hausratversicherung abgedeckt. Diese Versicherung greift beispielsweise bei Schäden durch Feuer und Wasser, aber auch bei einem Einbruch und einem Diebstahl in den eigenen vier Wänden. Neben Münzen werden mithilfe der Hausratversicherung auch andere Wertsachen ersetzt, beispielsweise Bargeld. Damit die Versicherung im Fall der Fälle zählt, sind allerdings einige Details zu beachten. So muss nach einem Einbruch oder Diebstahl unverzüglich die Polizei informiert werden. Außerdem muss der Besitzer der gestohlenen Gegenstände auch eine Mitteilung an die Versicherung machen. Hierbei ist ein Nachweis erforderlich, welche Gegenstände abhandengekommen sind.

Nachweise für die Versicherung
Um sich vor Versicherungsbetrug zu schützen, verlangen die Assekuranzen im Falle von verlorenen Wertgegenständen üblicherweise detaillierte Belege. Eine Inventarliste der gestohlenen Gegenstände ist unverzichtbar, diese sollte zudem mit weiteren Beweisen ergänzt werden. Hilfreich sind beispielswei
se Fotos der gestohlenen Münzen sowie Kaufbelege und Schätzungen des aktuellen Sammlerwertes auf Basis von Auktionsergebnissen oder Händlerlisten. ListenZwar lassen sich nicht alle Münzkäufe mit Rechnungen belegen, wenn sie beispielsweise auf einer Messe anonym oder beim Münzverein von einem Sammlerfreund gekauft wurden, ganz ohne Glaub- haftmachung stehen Besitzer von Münzen nach einem Diebstahl jedoch schlecht da. 

Dokumentation der Sammlung
Grundsätzlich ist empfehlenswert, zur Dokumentation der eigenen Sammlung ein sorgfältiges Fotoarchiv anzulegen. Jede Münze, die einen höheren Wert hat, sollte mit der Vorderseite und Rückseite dokumentiert werden. Außerdem sollten Kopien von Rechnungen und anderen Belegen angefertigt werden. Manche Versicherungen akzeptieren es auch, wenn ihnen der aktuelle Bestand der Münzsammlung vorab gemeldet wird, damit dieser im Falle eines Schadens abgeglichen werden kann. Die Versicherungen prüfen jeden Fall allerdings individuell, so dass vorher nicht absehbar ist, welche Nachfragen höchstwahrscheinlich zu beantworten sind.

Die Versicherungssumme
Unverzichtbar für Münzsammler und Edelmetallhändler ist zudem die regelmäßige Überprüfung der Versicherungssumme. Grundsätzlich wird der Wiederbeschaffungswert der gestohlenen Gegenstände zu Grunde gelegt. Dies heißt, dass die Werte auf den ursprünglichen Rechnungen und die aktuellen Wiederbeschaffungswerte durchaus stärker voneinander abweichen können. Zudem schränken viele Versicherungen den Gesamtbetrag, welcher für Wertsachen ersetzt wird, ein. Üblicherweise ist ein Anteil von 20 bis 25 Prozent der gesamten Versicherungssumme abgedeckt, zudem ist der Schadenersatz für Wertsachen meist auf 20.000 Euro gedeckelt.

Die Aufbewahrung der Münzen
Wer eine größere Münzsammlung besitzt oder sein Edelmetalldepot in den eigenen vier Wänden aufbewahrt, sollte in jedem Fall seine Versicherung kontaktieren. Einzelne Assekuranzen versichern bis zu 100 Prozent der Versicherungssumme für Wertsachen oder haben spezielle Regeln für die Aufbewahrung. Bei Münzen und Edelmetallen wird häufig die Lagerung in einem Wertschutzschrank vorausgesetzt. Kann der Bestohlene nicht glaubhaft machen,Tresor dass er ein angemessenes Sicherheits- niveau gewährleistet hat, kann die Versicherung den Schaden verweigern. Gerade bei Edelmetallinvestoren ist es ratsam, die Versicherungssumme regel- mäßig zu überprüfen und mit dem aktuellen Marktwert des Goldes oder Silbers abzugleichen.

PhonescopeUm Sammlern die Lagerung ihrer Schätze im Tresor zu erleichtern und bei der Ordnung ihrer Sammlung zu unterstützen, bietet Leuchtturm vielfältiges Zubehör - beispielsweise Münzkassetten und -etuis. Beliebt ist zudem die Makrolinse PHONESCOPE, mit der Details im Münzbild zu Beweiszwecken in Nahaufnahme dokumentiert werden können.



Krügerrand: Der Goldstandard seit über 50 Jahren

Es gibt Münzmotive wie Sand am Meer - doch es gibt nur eine Handvoll Münzen, die mit Fug und Recht als "numismatische Legenden" bezeichnet werden können. Eine bestimmte Motivkombination hat diesen Ikonen-Status jedoch ohne Zweifel inne - wann immer irgendwo auf der Welt ein Springbock oder ein älterer Herr mit Bart auf einer Münze abgebildet wird, wissen die meisten Betrachter sofort, dass es sich um eine Goldanlagemünze handelt: Der "Krügerrand" ist seit 1967 der Inbegriff für das moderne Edelmetall-Investment.

Die Anfänge
Dass die Anlagemünze zu einem Erfolg werden würde, war Mitte der sechziger Jahre allerdings überhaupt nicht absehbar. Das Edelmetall-Investment steckte damals noch in den Kinderschuhen, normierte Münzen zu Anlagezwecken gab es nicht. Wer sein Geld in Gold anlegen wollte, musste auf moderne Nachprägungen von historischen Handelsmünzen ausweichen. Somit waren vor allem Kurantmünzen sowie der Sovereign, die österreichischen Kronen und Dukaten sowie die Vreneli aus der Schweiz bei Banken und Sparkassen zu bekommen, spezialisierte Edelmetallhändler mit Ladengeschäften gab es damals noch nicht.

Der britische Sovereign als Vorbild
Bereits mehrere Jahre zuvor hatte Südafrika ab 1961 versucht, mit einer modernen Interpretation des Kurantmünzen-Standards, dem britischen Sovereign, der damals die unangefochtene Nummer Eins des Edelmetall-Investments war, den Rang abzulaufen. Doch mit der Prägung von Goldmünzen zu einem und zwei Rand mit den identischen Gewichten (3,99 und 7,99 Gramm) und Abmessungen (19,5 und 22 mm) der britischen Half und Full Sovereign Goldmünzen konnten die Südafrikaner den Briten nicht ernsthaft Konkurrenz machen, weil der Sovereign auf eine mehrere Jahrhunderte umfassende Geschichte zurückblickte.

Münzen ohne Nennwert
Der zweite Versuch wurde allerdings zu einem Erfolg. Erstmals im Jahr 1967 stellten die South African Mint und die Rand Refinery eine Münze vor, welche durch ihre Gestaltung in zweierlei Hinsicht auffiel:
Der Springbock, der bereits auf den Mini-Goldmünzen der Vorjahre zu sehen war, wurde wiederverwertet. KrügerrandAuf der Wertseite fehlte hingegen ein wichtiges Detail: Die Münze wies keinen Nennwert auf. Stattdessen wurde die Metallbezeichnung in Afrikaans namens "Fyngoud" sowie das Gewicht "1 oz" und die englischsprachige Entsprechung "Fine Gold" aufgeprägt. Die South African Mint machte also auf den ersten Blick deutlich: Diese Münze sollte nicht als Zahlungsmittel eingesetzt werden, ihr Gegenwert orientiert sich am aktuellen Metallpreis.

Der rasante Aufstieg
Die mutige Idee der Südafrikaner traf offenbar den Puls der Zeit: Der Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems im Jahr 1973 war bereits einige Jahre vorher absehbar, ebenso die Liberalisierung des Goldhandels. Die ersten Jahrgänge, die noch in fünfstelliger Mini-Auflage geprägt wurden, waren schnell ausverkauft. Im Jahr 1970 wurde erstmals eine Auflage von mehr als 200.000 Stück erreicht und im Jahr 1974, also nach dem Zusammenbruch von Bretton Woods, explodierten die Auflagenzahlen von rund 800.000 auf 3,2 Millionen Stück. Bis Mitte der Achtziger Jahre hielten die Südafrikaner dieses Niveau, ein Rekord wurde 1978 mit rund 6 Millionen Stück erreicht.

Konkurrenz und Rezession
Gegen Ende der Achtziger Jahre schien allerdings das Ende der Erfolgsgeschichte gekommen. Südafrika war in Folge der rassistischen Apartheid-Politik international isoliert, weite Teile der Welt hatten ein Handelsembargo verfügt. Zudem hatten zahlreiche andere Länder in den vergangenen Jahren eigene Anlagemünzen nach dem Vorbild des Krügerrands entwickelt, so beispielsweise Kanada mit dem Maple Leaf im Jahr 1979, die USA mit dem American Eagle im Jahr 1986 und Österreich mit dem Wiener Philharmoniker im Jahr 1989. Die Produktionszahlen für den Krügerrand brachen somit ab 1989 massiv ein. Trauriger Tiefpunkt: Im Jahr 1992 wurden lediglich 1.803 Exemplare geprägt.

Zurück an die Spitze
Es dauerte lange Jahre, bis der Vertrauensverlust in Südafrika wieder überwunden war. 2007, also lange nach dem Ende der Apartheid, erreichten die Prägezahlen wieder ein sechsstelliges Niveau. Doch schlussendlich führte wohl die lange Geschichte und der hohe Bekanntheitsgrad des Krügerrands dazu, dass die Anlagemünzen aus Südafrika ihre "Pole Position" zurückgewinnen konnte. Dazu hat möglicherweise auch die Legierung der Münze beigetragen, die mit einem leichten Kupferanteil versehen wurde und daher eine deutlich höhere Kratzfestigkeit ermöglicht als bei anderen Anlagemünzen.

Der silberne Krügerrand
Der vorläufige Höhepunkt des Siegeszuges des Krügerrands fand im Jahr 2017 in Berlin statt: Auf der "World Money Fair" feierten die Südafrikaner als Ehrengast den 50. Geburtstags des Programms.
Und zu diesem runden Jubiläum erfüllten sie sowohl Sammlern als auch Anlegern einen lang gehegten Wunsch: erstmals in Silber geprägt. Krügerrand SilberDie erste Aufgabe, die sich zuvorderst an Sammler richtete, war noch auf der Messe restlos ausverkauft. Und seit 2018 ist der Krügerrand auch in Silber als unlimitierte Bullion-Prägung zu bekommen - obwohl es in diesem Produktsegment zahlreiche starke Konkurrenten gibt, hat sich der Krügerrand auch in Silber zu einem Bestseller entwickelt.

Volterra Krügerrand GoldEdelmetall-Anleger finden imVolterra Krügerrand Silber Leuchtturm-Produkt- sortiment viele nützliche Zubehörartikel für ihren Krügerrand. Eine Krügerrand-Sammlung bekommt in einer edlen Münzkassette einen passenden Rahmen, die hochwertige Aufbewahrung ist für 30 Gold- münzen sowie 20 Silbermünzen erhältlich.



Deutsches Kaiserreich: Die Mutter aller Sammelgebiete in Deutschland

Das deutsche Kaiserreich ist bis heute eines der beliebtesten Sammelgebiete in Deutschland. Denn die Zeit zwischen 1871 und 1919 hält eine breite Palette an Münzen aus edlen sowie unedlen Metallen in jeder Preiskatgorie bereit. Das Sammelgebiet ist also ein perfekter Einstieg für numismatische Neulinge und auch passionierte Experten mit einem größeren Budget kommen voll auf ihre Kosten.

Der geographische Bezug
Besonders spannend ist das Kaiserreich auch deshalb, weil wa für jeden Sammler einen passenden geographischen Bezug bereithält. Denn das Kaiserreich bestand aus insgesamt 25 Bundesstaaten, die entsprechend ihrer Größe als Königreich, Großherzogtum, Herzogtum oder Fürstentum sowie Freie Städte bezeichnet werden. Und während manche der Gebietseinheiten auch heute noch in ähnlicher Form existieren, sind viele Ortsnamen von der Landkarte verschwunden. Während bei Sammlern aus Bayern vor allem die Münzen aus dem gleichnamigen Königreich beliebt sind, ist für Münzenfreunde aus dem hohen Norden eine extrem seltene Prägung aus der Freien Hansestadt Lübeck das höchste der Gefühle.

Eine gemeinsame Währung
Mit der Gründung des Deutschen Reiches wurde im Jahr 1871 auch eine gemeinsame Währung für alle Untertanen in den deutschen Landen eingeführt. Dadurch wurden die unterschiedlichen Münzbezeichnungen, die bislang den grenzüberschreitenden Handel erschwerten, vereinheitlicht. Neben den kleinen Münzen, welche mit einem Nennwert von einem Pfennig begannen und mit dem Ein-Mark-Stück aus Silber endeten, bekamen die einzelnen Teilstaaten des Deutschen Reiches das Recht, eigene Münzen aus Gold und Silber herauszugeben.

Unterschiedliche Auflagezahlen
Dass einzelne Münzen aus dieser Zeit nah am aktuellen Metallwert gehandelt werden, während andere bei Auktionen bis zu sechsstellige Beträge erzielen, liegt an den höchst unterschiedlichen Auflagezahlen. Denn die einzelnen Länder bekamen anhand ihrer Größe und Einwohnerzahl ein Kontingent zur Prägung zugewiesen. Aus diesem Grund gibt es von besonders kleinen Ländern nur einzelne Nominale und wenige Jahrgänge, während die großen Königreiche wie Preußen und Bayern fast jedes Jahr neue Münzen ausgaben.

Die Motive
Für geschichtsinteressierte Sammler stellen die Münzen aus Gold und Silber aus dem deutschen Kaiserreich einen spannenden Bilderbogen dar, welcher die Mächtigen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts vereint. Denn während auf der Wertseite der Münzen jeweils der Reichsadler Kaiser Wilhelm II.zu sehen war, bis 1888 in einer kleinen Variante und danach in einer großen Ausführung, war die Bildseite von Monarchen vorbehalten. Und neben weltberühmten gekrönten Häuptern wie beispielsweise dem deutschen Kaiser Wilhelm II. sind auch zahl- reiche Provinzfürsten abgebildet worden, die heutzutage kaum jemand kennt.   Die Hansestädte durften währenddessen ihre prächtigen Stadtwappen auf die Münzen bringen.

Die Münzprägestätten und -zeichen
Wer sich etwas besser mit Münzen auskennt, wird beim Stöbern durch die Angebote im Bereich der Kaiserreich-Münzen einige Besonderheiten entdecken. So gab es im Kaiserreich weitaus mehr als nur fünf Prägestätten. Zwar hatte schon damals die Münze Berlin mit dem Münzzeichen A eine herausgehobene Rolle, daneben waren jedoch im ganzen Reich diverse Münzfabriken in Betrieb. Diese haben teilweise eine jahrhundertelange Geschichte und sind inzwischen nicht mehr im Einsatz. Während auch heute noch in Hamburg mit dem Münzzeichen J, in München mit dem Prägebuchstaben D und in Stuttgart mit dem F sowie in Karlsruhe mit dem G geprägt wird, waren im Portmonee unserer Vorfahren auch andere Buchstaben wie das B für Hannover oder das C für Frankfurt zu finden. Münzen mit diesen Buchstaben sind zu gesuchten Paritäten geworden und es ist eine besondere Freude, auf einer Münzenbörse in Wühlkisten nach exotischen Buchstaben Ausschau zu halten.

Goldmünzen
20 ReichsmarkNicht nur bei Sammlern, sondern auch bei Anlegern haben die Münzen aus dem Kaiserreich einen festen Platz. In Deutschland sind bei den großen Edellmetallhändlern auch die Goldmünzen zu 20 Reichsmark zu bekommen. Hierbei handelt es sich um eine preis- günstige Alternative zu modernen Anlagemünzen, denn Länder wie Preußen ließen ihre Goldmünzen in hoher Millionenauflage pro Jahr prägen, so dass diese Münzen oft im Umlauf eingesetzt waren und mit Gebrauchsspuren nur noch zum reinen Goldwert gehandelt werden. Dieser ist allerdings im Falle der 20 Mark Goldmünzen beträchtlich und lag im Februar 2021  bei rund 400 bis 500 Euro. Die deutschen Goldmünzen aus der Zeit des Kaiserreichs sind somit eine ideale Verbindung zwischen dem Münzensammeln und dem Edelmetallinvestment. Und durch den hohen Goldgehalt weisen Sie eine doppelte Wertversicherung auf. So kann der Marktwert nie unter den reinen Metallwert fallen, und weil die Münzen bei Edelmetallhändlern nah am aktuellen Goldkurs verkauft werden, beginnen heutzutage viele Sammelneulinge ihre Leidenschaft mit einer solchen Prägung. Denn spätestens, wenn sie zum ersten Mal eine historische Goldmünze in der Hand halten, werden sie in den Bann der Numismatik gezogen.

Passendes Zubehör, wie z. B. Alben, Hüllen, Boxen, Kassetten und Kapseln für Ihre Münzen aus dem Sammelthema "Deutsches Kaiserreich" finden Sie hier bei uns im LEUCHTTURM Onlineshop!



Numismatik und Corona - wie geht es 2021 weiter?

Was für ein Jahr - dieser Ausspruch, meist mit einem Seufzer verbunden, war in den vergangenen Wochen rund um den Jahreswechsel wohl in vielen Familien zu hören - und bei vielen Münzsammlern. Denn Corona hat drastische Auswirkungen auf das öffentliche Leben und belastet viele Menschen. Es sieht jedoch ganz so aus, als könnte die Numismatik gestärkt aus dieser Krise hervorgehen. Münzhändler, Auktionshäuser und Grading-Anbieter vermeldeten Rekordumsätze für das Jahr 2020. Auf den großen Verkaufsplattformen im Internet war ein reger Handel zu beobachten, ebenso in den Diskussionsgruppen und Foren. Auch die Edelmetallhändler zählen zu den Gewinnern von 2020, sie waren zwischenzeitlich restlos ausverkauft.

Gründe für den Aufschwung
Die Renaissance der Numismatik ausgerechnet in Krisenzeiten hat viele gute Gründe. Zuallererst: Eine Flucht ins Private. Durch Lockdown und Kontaktbeschränkungen hatten viele passionierte Sammler zusätzliche Zeit für ihr Hobby. Dazu kommt: Eine Flucht in Sachwerte. Negative Realzinsen in Europa, Helikoptergeld in den USA, massive Infrastruktur-Investitionen in China - die Regierungen in aller Welt versuchen, die Krise mit billigem Geld zu bewältigen. Sie werden dadurch mittelfristig die Inflation befeuern. Es ist also ein "sicherer Hafen" nötig, beispielsweise Gold und Silber, egal ob in Form von modernen oder historischen Münzen. Gelegentlich spielt noch ein weiterer Aspekt eine Rolle für das große Interesse an Geprägen von gestern: Eine Flucht in die gute alte Zeit. Denn das Münzensammeln ist eine faszinierende Möglichkeit, Geschichte und Geographie sowie Kunst und Kultur zu entdecken.

Zunehmende Digitalisierung
Das Jahr 2020 hat in der Numismatik aber auch eine Erkenntnis gebracht: Wer bestehen will, muss mit der Zeit gehen. Weil die beliebten Münzenmessen reihenweise abgesagt wurden, verlagerte sich der Handel noch stärker ins Internet. Wer bereits über einen eigenen Onlineshop verfügte oder sich einem der großen Münzauktions-Portale angeschlossen hatte und dadurch weltweit auffindbar war, konnte sich glücklich schätzen. DigitalisierungNicht nur Händler mussten sich neu erfinden, auch die Veranstalter der großen Münzenbörsen waren gefordert - und haben sich mit bemerkens- werter Geschwindigkeit in die digitale Transformation gestürzt. Hand aufs Herz - auf Begriffe wie "#DigitalFair" hätten wir ohne Corona noch einige Jahre warten müssen.

Verschobene Ausgabetermine
Hierzulande müssen sich Sammler und Anleger auf absehbare Zeit auf weitere Verzögerungen und Überraschungen einstellen. So wurde kurz nach dem Jahreswechsel bekannt, dass sich die Herausgabe der deutschen Gedekmünzen auf unbestimmte Zeit verzögert, weil die Niederlassungen der Bundesbank wegen des bundesweiten Lockdowns geschlossen sind. Zwar ist die Versorgung mit den Gedenkprägungen in "Polierte Platte" über die offizielle Verkaufsstelle "Münze Deutschland" sichergestellt, doch es ist nicht ausgeschlossen, dass es bei einer Verschärfung der Pandemie-Situation auch hier zu Engpässen kommen kann. Spannend wird es zudem, wie die Bundesregierung mit der Gedenkmünze zu Ehren der Fußball-Europameisterschaft verfahren wird. Die Münze war eigentlich für das Jahr 2020 geplant und wurde auf das Jahr 2021 verschoben. Nun wird allerdings diskutiert, die Europameisterschaft auch in diesem Jahr nicht stattfinden zu lassen.

Der Goldpreis
Für den Goldpreis sehen die Prognosen für das Jahr 2021 glänzend aus. Die Regierungen werden auch künftig versuchen, mit massiven Geldspritzen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern.
Gold Dass die Ausweitung der Geldmenge zu einer erhöhten Inflation führt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Denn Gold gilt als klassischer Inflationsschutz. Aus diesem Grund gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres 2021 neue Rekordwerte erreicht. Rückschläge sind allerdings jederzeit einzukalkulieren, dies haben die vergangenen Monate eindrucksvoll gezeigt.

Euro-Gedenkmünzen
Für Freunde von Euro-Gedenkmünzen gibt es eine gute Nachricht: Im Jahr 2021 werden alle Euro-Länder neue Gedenkmünzen herausgeben - dies geht aus den genehmigten Prägezahlen hervor, welche von der Europäischen Kommission veröffentlicht wurden. Eine unerfreuliche Überraschung gab es lediglich aus den Niederlanden. Unser Nachbarland wird in diesem Jahr keine Umlaufmünzen in Euro prägen und nur in äußerst geringem Umfang Gedenkmünzen auflegen. Ob dies ein Vorbote der Bargeldabschaffung oder eine Auswirkung der Corona-Pandemie ist, ist nicht geklärt. Die sonstigen Prägezahlen lassen jedoch erahnen, dass die meisten Euroländer im Jahr 2021 in numismatischer Hinsicht zu alter Stärke zurückkehren werden.Gedenkmünzen

Passendes Zubehör für Ihre Euro-Gedenkmünzen finden Sie hier bei uns im LEUCHTTURM Online-Shop!


 


Gold und Silber im Jahr 2021: Die spannendsten Anlagemünzen der kommenden Monate

Mit zweistelligen Zuwachsraten haben die Edelmetalle im Krisenjahr 2020 gezeigt, was sie können. Und auch wenn der Brexit inzwischen vom Tisch und ein neuer US-Präsident gewählt ist, wird es auch im neuen Jahr nicht ruhig auf der Weltbühne. Die Corona-Pandemie hat das öffentliche Leben weiter im Griff und es wird noch einige Monate dauern, bis eine neue Normalität möglich ist. An Normalität ist in der Geldpolitik wohl auch mittel- und langfristig nicht zu denken, so dass weiterhin billiges Geld in die Märkte fließt und davon die Sachwerte profitieren - allen voran Gold und Silber. Aus diesem Grund werden auch Edelmetallanlage-Münzen weiterhin hoch im Kurs stehen und die Spannung, welche Überraschungen die Prägestätten im Jahr 2021 in petto haben, ist groß.

American EagleDer American Eagle
Die größte Aufmerksamkeit wird in diesem Jahr wohl ausgerechnet eine Anlagemünze erhalten, welche in den vergangenen Jahren eher im Hintergrund stand und nicht unbedingt für Schlagzeilen gesorgt hat: Der American Eagle aus den Vereinigten Staaten von Amerika wird zum ersten Mal seit der ersten Ausgabe im Jahr 1986 mit einer völlig neuen Gestaltung geprägt. Seit über 30 Jhren haben sich die Motive auf der Vorderseite und der Rückseite, also die Liberty Lady sowie ein Adler im Landeanflug auf seinen Horst, nicht verändert. Verändert haben sich in den vergangenen Jahrzehnten allerdings die Prägetechniken und die Anforderungen an die Fälschungssicherheit einer Münze. Die US-amerikanische Prägestätte "United States Mint" hat auf den Wunsch vieler Händler und Anleger reagiert und eine völlig neue Gestaltung ihrer Anlageprodukte in Auftrag gegeben. Im vergangenen Jahr wurde ein Wettbewerb veranstaltet, für den dutzende Entwürfe eingereicht wurden. Die einzelnen Vorschläge für die Gestaltung des Adlers waren
durchweg prächtig und detailverliebt und inzwischen hat sich eine Jury für einen neuen Adler entschieden. Die US Mint hat zudem versprochen, beim Relaunch des American Eagle zusätzliche Sicherheitsmerkmale zu implementieren - es wird also spannend werden, wenn im Laufe dieses Jahres die ersten Exemplare des American Eagle 2.0 aus der Prägemschine kommen.

Die BritanniaBritannia
Was heutzutage in Sachen Fälschungssicherheit möglich ist, hat eine andere Prägestätte bereits bewiesen: Die Royal Mint aus Großbritannien hat bereits im Herbst letzten Jahres eine Überarbeitung ihrer Britannia-Anlagemünzen vorgestellt - und es ist keine Übertreibung, wenn die Investment-Münzen von der Insel künftig als "Hightech-Prägungen" bezeichnet werden. Es wurde beispielsweise eine Hintergrund-Struktur entwickelt, welche kleinste Wellen in Bewegung darstellt. Zudem wurden die Anlagemünzen mit einem Latent-Bild ausgestattet, welches je nach Lichteinfall und Blickrichtung unterschiedliche Motive zeigt. Ein solches Sicherheitsmerkmal ist auch auf einzelnen Euro-Münzen, beispielsweise aus Luxemburg, üblich. Das Thema "Fälschungssicherheit" wird in diesem Jahr also weitere Aufmerksamkeit bekommen und es bleibt abzuwarten, welche weiteren Spezialeffekte die Prägestätten in aller Welt hinter den Kulissen entwickeln, um Fälschern das Leben schwer zu machen.

China PandaDer China Panda
Im Hinblick auf Fälschungssicherheit haben die Chinesen die Latte bereits äußerst hoch gehängt. In den vergangenen Jahrzehnten hat die "China Gold Coin Incorporation" zahlreiche neue Prägetechniken bei der Herstellung ihrer China Panda Anlagemünzen eingesetzt. Inzwischen kommt standardmäßig ein Mikro-Laser zum Einsatz, um die feine Struktur der Panda-Motive umzusetzen, sodass selbst feinste Haare auf dem Fell des Pandas sichtbar werden. So ist es China gelungen, durch konsequente Qualität dafür zu sorgen, dass ein gefälschter Panda bereits aus weiter Entfernung erkennbar ist. Außerdem geben sich die Graveure jedes Jahr allergrößte Mühe, das legendäre Investment-Motiv neu zu interpretieren. Seit dem Jahr 2019 wurde ein neuer Design-Zyklus ins Leben gerufen und es wird in den kommenden zehn Jahren ein Panda in seinen unterschiedlichen Lebensstadien gezeigt. Im November 2021 wird das Motiv für das Folgejahr erwartet. Nachdem der Panda auf den ersten drei Bildern zuerst als Neugeborenes und dann als Junges gezeigt wurde, ist zu erwarten, dass er spätestens in diesem Herbst flügge wird.

Weitere Anlagemünzen
In den kommenden Monaten fürfte es vorerst ein bisschen ruhig werden auf dem Markt für Edelmetallanlage-Münzen. Die beliebte Queen's-Beasts-Serie aus Großbritannien, für die im Frühjahr der vergangenen Jahre jeweils ein neues Motiv vorgestellt wurde, ist inzwischen abgeschlossen. Es ist unklar, ob es einen Nachfolger gibt. Keine Änderungen der Gestaltung sind bei den Investment-Klassikern zu erwarten, sowohl der Krügerrand als auch der Maple Leaf und der Wiener Philharmoniker werden in altbekannter Gestaltung auf den Markt kommen. Im August beginnt traditionell Somalia in Zusammenarbeit mit einem Münzhändler aus Hamburg mit der Präsentation seiner Elefanten-Münzen mit den Vorbereitungen auf das kommende Investment-Jahr und zeigt den Somalia Elephant des Jahres 2022. Im September folgt die australische
Perth Mint mit ihren Entwürfen für das Jahr 2022. Mit besonderer Spannung werden die neuen Motive der Lunar-Serie erwartet, welche im Jahr 2022 ganz im Zeichen des Tigers stehen werden. Aktuell befindet sich noch das Motiv Ochse im Verkauf - doch es ist nur noch eine Frageder Welt, bis auch dieser Jahrgang wie seine Vorgänger restlos ausverkauft sein wird.Kassette für Maple Leaf

Passendes Zubehör für Ihre Anlagemünzen finden Sie hier bei uns im LEUCHTTURM Online-Shop!